Fortbildung

Im Spannungsfeld zwischen Drogenpolitik und Drogenprävention

Legaler Cannabisanbau - Gefahr oder Chance?

Zielgruppe: Studenten, Lehrer, Journalisten, Politiker, weitere Interessierte und Multiplikatoren aus Bayern und der Tschechischen Republik auf dem Gebiet der Euregio Egrensis

Termin: 2.-4. Juli 2010

Beginn: Freitag mit dem Abendessen um 18:00 Uhr /
Ende: Sonntag um 14:30 Uhr

V poli napětí mezi drogovou politikou & drogovou prevencí

 

Seminarprogramm

Freitag

17:00 Anreise (Anmeldung und check-in im "Fürstenhaus")

18:00 Abendessen (Mahlzeiten im "Stüberl" im Fürstenhaus)

19:30 Begrüßung, Einführung in das Seminar (Seminarraum in der "Vorburg")

Georg Wurth, Deutscher Hanf Verband, DHV: Cannabispolitik international &  Geschichte des Cannabisverbotes; Warum ist Hanf verboten?!

Samstag

08:15 Frühstück

09:00 Moritz Rosenkranz, Institut für Interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung, ISD: Funktion, Auswirkungen und Prävention des Cannabiskonsums

10:45 Michael Knodt, Hanfjournal: Wie weit ist der Eigenanbau von Cannabis verbreitet und wie "funktioniert " das?

 12:15 Mittagessen

13:00 Wilhelm Rogler, Kriminalpolizeiinspektion Hof, K 4 / Prävention: Die Sicht der deutschen Polizei

14:30 Jakub Frydrych, Direktor der tschechischen Anti-Drogen-Behörde: Die Sicht der tschechischen Polizei

16:00 Pause "mit Anpfiff"

16:30 Georg Wurth, DHV: Auswirkungen des Cannabisverbotes; Legalisierungsmodelle (Teil 1)

18:00 Abendessen

19:30h Georg Wurth, DHV: Auswirkungen des Cannabisverbotes; Legalisierungsmodelle (Teil 2)

Abendplenum mit Diskussion: Beiträge der Teilnehmer stehen zur "Disposition", z.B. Erfahrungen mit Verfolgung als "Cannabis-Patient" oder Konsument, Erfahrungen mit der Hanfszene aus Sicht von Hanfzeitungen oder Szene-Shops. etc

Sonntag

08:15 Frühstück

09:00 Michael Knodt, Hanfjournal: Cannabis als Medizin

10:45 Fragerunde und Diskussion

12:15 Mittagessen

13:00 Abschlussplenum

14:30 Ende

 

 

Worum geht es?
Tschechien entkriminalisierte zum Beginn des Jahres den Anbau geringer Mengen von Hanf-Pflanzen zum Eigengebrauch.
In Deutschland, insbesondere Bayern wird der Eigenanbau von Hanf weiter gnadenlos verfolgt. Schon bei relativ geringen Vergehen winken Gefängnisstrafen.
Im europäischen Raum ist die Cannabispolitik recht unterschiedlich. Eine so weitgehende Duldung des Eigenanbaus gibt es sonst nur noch in Belgien (eine Pflanze), aber auch in den Niederlanden und Spanien wird der Anbau in kleinen Mengen zumindest "geduldet".

Pro: Einige sehen in dieser Entwicklung große Chancen, die Kriminalisierung tausender Cannabiskonsumenten zu beenden und die negativen Auswirkungen des Schwarzmarktes einzudämmen.

Contra: Anderen macht diese Entwicklung Angst.
Werden bald noch viel mehr Menschen, insbesondere Jugendliche, anfangen zu kiffen? Wird in Tschechien vermehrt Cannabis produziert und exportiert werden? Wird die neue Regelung in den Grenzregionen spürbar sein?

Viele weitere Fragen schließen sich an, die in den Vorträgen des Seminars geklärt werden sollen. Wir möchten mit diesem Seminar einen Beitrag leisten zur "Aufklärung", ohne eine eigene Position zu beziehen. Die Teilnehmenden sollen sich durch das Seminar ihr eigenes Bild machen können.  Folgende Facetten sollen beleuchtet werden:

Vorträge/Themen/Schwerpunkte

  • Cannabispolitik international
    Was tut sich in der internationalen Cannabispolitik? Schwerpunkt USA und Europa
  • Cannabis als Medizin
    Da der Cannabisgebrauch in vielen Ländern, vor allem für schwer kranke Patienten, erleichtert wird (mittlerweile auch in Deutschland), soll geklärt werden, welchen medizinischen Nutzen Cannabis tatsächlich hat.  Diskussion zum Thema - mehr...
  • Auswirkungen des Cannabiskonsums (Schwerpunkt Jugendliche)
    Wie viele Cannabiskonsumenten bekommen gesundheitliche Probleme, werden abhängig, sozial auffällig?
  • Welche Bedeutung hat der Cannabiskonsum für Jugendliche? Warum kiffen sie?
    Wie erkennt man, dass ein Jugendlicher Cannabis konsumiert und wann ist das ein ernsthaftes Problem?
  • Prävention des Cannabiskonsums
    Was soll Prävention erreichen? Abstinenz oder verantwortungsvollen Umgang? Welche verschiedenen Präventionsprojekte gibt es und welche sind wirksam und sinnvoll? Wäre eine Legalisierung von Cannabis oder die Erlaubnis für den Eigenanbau ein Rückschlag oder Hindernis für die Prävention?
  • Politische Rahmenbedingungen
    Welche Auswirkungen hat das Verbot von Cannabis? Georg WurthErreicht es sein Ziel, den Konsum zu reduzieren? Welche ungewollten Nebenwirkungen gibt es? Wie kriminell sind die Händler? Was bedeutet der Schwarzmarkt für die Konsumenten?
  • Legalisierung?
    Wie könnte die viel diskutierte Legalisierung von Cannabis aussehen? Verkauf im Supermarkt an alle? In Apotheken? Verschreibung vom Arzt wie bei Heroin für Schwerstabhängige?
    Welche Risiken und welche Chancen stecken in den Modellen?
  • Eigenanbau
    Wie weit ist der Eigenanbau von Cannabis verbreitet und wie funktioniert das? Ist der legale Anbau weniger Pflanzen zur Selbstversorgung der goldene Mittelweg zwischen Verbot und Legalisierung?
  • evtl. Exkursion nach Tschechien
    "Besuch bei jemandem, der von der neuen Regelung Gebrauch macht und 3 Pflanzen für den Eigengebrauch anbaut – und der erzählt, warum er das macht, wie das mit dem Anbau so läuft, was Cannabiskonsum für ihn bedeutet, was er von der neuen Regelung hält."

Referenten:
Wilhelm Rogler, KHK, Kriminalpolizeiinspektion Hof - K 4 / Prävention -
Dipl. Soziologe Moritz Rosenkranz, Institut für Interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD), Hamburg
Georg Wurth, Geschäftsführer Deutscher Hanfverband, Berlin
CSU Bayern, Drogenpolitischer Sprecher (angefragt)
Polizei der Tschechischen Republik, Prag / Nationale Antidrogenzentrale Oberst Ing. Petr Koci

Ablauf
Während des Seminars werden verschiedene Referenten sprechen. Insgesamt stehen 24 Plätze zur Verfügung. Das Seminar wird gedolmetscht (deutsch-tschechisch).

Teilnehmerbeiträge
Dieses Seminar wird von der Euregio Egrensis gefördert. Geplant sind Teilnehmergebühren in Höhe von 30,00 Euro für deutsche Teilnehmer bzw. 10,00 Euro für tschechische Teilnehmer incl. Unterkunft im Doppelzimmer (ggf. 3-Bett-Zimmer, alle Zimmer mit Dusche/WC) & Verpflegung für 2 Tage (Beginn Freitag mit dem Abendessen um 18:00h, Ende Sonntag nach dem Mittagessen).

Anmeldung
Anmeldungen (und Nachfragen) richten Sie bitte formlos und mit Angabe der Kontaktdaten und ggf. Institution per E-Mail an: info@burghohenberg.de
Einfach & schnell per Onlinebuchung - Tagung auswählen und Online-Buchungsformular ausfüllen.
Anmeldeschluß ist der 30. April 2010.

aktuell (23.04.2010): aufgrund des regen Interesses kann es sein, dass wir Ihre Anmeldung auf eine Warteliste setzen müssen.

(11.06.2010): Das Seminar ist ausgebucht


 

 

 

Stefan János Wágner
Bildungsreferent / Seminarleitung
Kontakt...

 

 

Seminarprogramm 

 

Freitag


17:00 Anreise

 

18.00 Abendessen

 

19.30 Begrüßung, Einführung in das Seminar

Georg Wurth, Deutscher Hanf Verband, DHV:

Cannabispolitik international &  Geschichte des Cannabisverbotes

Warum ist Hanf verboten?!

 

 

Samstag

 

08:15 Frühstück

 

09:00 Moritz Rosenkranz, Institut für Interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung, ISD:

Funktion, Auswirkungen und Prävention des Cannabiskonsums

 

10.45 Michael Knodt, Hanfjournal:

Wie weit ist der Eigenanbau von Cannabis verbreitet und wie funktioniert  das?

 

 12:15 Mittagessen

 

 13:00 Wilhelm Rogler, Kriminalpolizeiinspektion Hof, - K 4 / Prävention -

 

 14:30 Frydrych Jakub, Lt. der tschech. Drogenfahndung

 

16:00 Pause

 

16:30 Georg Wurth, DHV:  

Auswirkungen des Cannabisverbotes,

Legalisierungsmodelle

 

18:00 Abendessen

 

19:30h Abendplenum mit Diskussion

Beiträge der Teilnehmer stehen zur "Disposition"

z.B. Erfahrungen mit Verfolgung als "Cannabis-Patient" oder Konsument, Erfahrungen mit der Hanfszene aus Sicht von Hanfzeitungen oder Szene-Shops. etc

 

Sonntag

 

08:15 Frühstück

 

09:00 Michael Knodt, Hanfjournal

Cannabis als Medizin


10.45 Fragerunde und Diskussion

 

12:15 Mittagessen


13:00 Abschlussplenum

 

14:30 Ende

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